25. Berliner Prophylaxetag: Vortragsblock - Onlineteilnahme

25. Berliner Prophylaxetag: Vortragsblock - Onlineteilnahme

Online Live-Seminar

04.12.2021
FOBI-PX-Tag25-Online
2101
115,00 €
ZA+Mitarbeiter
8

Kursbeschreibung

Vortragsblock-Themen • Sa 04. Dezember 2021

Einleitung/Grußworte (Dr. Karsten Heegewaldt, Präsident der Zahnärztekammer Berlin und Dipl.-Stom. Jürgen Herbert, Präsident der Landeszahnärztekammer Brandenburg)

Prävention als Aufgabe der Politik (Prof. Dr. Dietmar Oesterreich)

Die Zahnmedizinische Prävention ist eine Erfolgsgeschichte auch im Vergleich der medizinischen Fachdisziplinen. Das bio-psycho-soziale Krankheitsverständnis und der darauf basierende gemeinsame Risikofaktorenansatz bietet darüber hinaus Ansätze und Möglichkeiten Prävention und Gesundheitsförderung auszubauen. Die SARS-Covid-2 Pandemie hat jedoch nicht nur zahlreiche Auswirkungen auf Strukturen und Maßnahmen in der zahnmedizinischen Prävention, sondern erweitert deutlich die Dimension von Prävention und Gesundheitsförderung. Fast zwei Jahre nach dem Ausbruch der Versuch einer Einordnung aus Sicht der Zahnmedizin.

Aligner und Patientensicherheit (Dr. Kai Vahle-Hinz)

Durch Internet Start-Ups wird die kieferorthopädische Behandlung der Zähne mit Alignern massiv beworben. Das Vorgehen wird als einfach und gefahrlos dargestellt. Zum Teil wird die Behandlung genauso sorglos umgesetzt. Allerdings gelten für die kieferorthopädische Behandlung mit Alignern die gleichen Grundprinzipien wie bei jeder anderen kieferorthopädischen Behandlung mit den entsprechenden Risiken. Es scheint daher zu mindestens fahrlässig den diagnostischen Standard zur Planung einer Behandlung, durch z.B. das Entfallen einer Röntgendiagnostik, zu unterschreiten. Zudem findet häufig keinerlei Kontrolle des Behandlungsverlaufes statt. Durch diese Unterschreitung des medizinischen Standards kann es zu Misserfolgen bei der Behandlung und zu bleibenden Schäden im craniomandibulären System kommen. Im Vortrag soll auf die notwendige Grunddiagnostik und mögliche Komplikationen eingegangen werden zudem werden mögliche Vorgehensweisen für die zahnärztliche Praxis dargestellt.

Probiotika: Können Patienten zukünftig auf das Zähneputzen verzichten? (Prof. Dr. Dirk Ziebolz)

Mit einer weltweit hohen Prävalenz oraler Erkrankungen, wie Karies und Parodontitis, sind deren Therapie und Prävention als Kernherausforderungen für die zahnmedizinische Versorgung anzusehen. Primäre Ursache ist die mikrobielle Besiedelung mit Biofilmen aus verschiedenen (potenziell) pathogenen Bakterien auf der Grundlage einer Dysbiose des oralen Mikrobioms. Weiterführend wird aktuell der Entzündungsprozess, der zu einer wirtsvermittelten Dysbiose führt, bei der Entstehung bzw. Progression vornehmlich parodontaler Erkrankungen (Gingivitis und Parodontitis) in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt.
Im Zentrum aktueller Therapie- bzw. Präventionskonzepte steht weiterhin die symptomatische mechanische Entfernung bakterieller Biofilme. Darüber hinaus verfolgen kausale (ursachenbezogene) Betreuungsansätze das Ziel einer Modulation des Keimspektrums und/oder der Wirtsmodulation immunologischer Prozesse. Eine Möglichkeit hierfür ist der (ergänzende) Einsatz von Probiotika, welche neben einem direkten Einfluss auf Bakterien und/oder –deren Stoffwechsel auch eine entzündungshemmende Wirkung mit verbundener Auflösung krankheitsfördernder bakterieller Dysbiosen bedingen. Eine wissenschaftlich fundierte Beurteilung bzw. Bewertung zum Einsatz von Probiotika im Rahmen der Therapie und Prävention von Karies und Parodontitis scheint daher zeitgemäß.
Der Vortrag gibt einen Überblick über aktuelle Empfehlungen zum Einsatz von Probiotika in der zahnmedizinischen Betreuung unter besonderer Berücksichtigung und Einordnung aktueller wissenschaftlicher Daten. Dabei sollen insbesondere klinisch relevante Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt und diskutiert werden, die eine bewusste Anwendung in der zahnärztlichen Praxis gestatten.

Professionelles Honorarmanagement – Prophylaxe in eigener Sache (Anja Mehling)

Einführung: Über Recht wird nicht selten gesagt, es sei überall und nirgends. Tatsache ist, dass der Praxisalltag eines Zahnarztes von rechtlichen Fragen rund um die Abrechnung durchsetzt ist – was bewusst ist oder auch nicht. Die „optimale“ Liquidation beginnt nicht mit der Rechnungslegung, sondern ist v.a. eine Frage der richtigen Information und Kommunikation. Anhand von Rechts- und Praxisfällen wird juristisch fundiert, indes nicht trocken, vielmehr unterhaltsam vermittelt, welche Risiken, aber auch welche Chancen hier liegen und wie die Praxis am besten bei der Abrechnung ihrer Leistungen vorgeht und beim Forderungseinzug (Rechts)Streitigkeiten vermeidet. Praxistipps sind inklusive.

Abstract und voraussichtliche Inhalte:

  • Optimale Abrechnung – v.a. eine Frage der Kommunikation
  • Korrekte Dokumentation – Vergessene Leistungen
  • Aufklärung – medizinische Aufklärung und wirtschaftliche Information
  • Richtiger Rechnungsempfänger – Behandlung von Minderjährigen und Betreuten
  • Forderungsmanagement – selbst machen oder outsourcen