Refresher 2017 für Dentalhygieniker/innen

Dr. med. dent. Chantal Riva Jacoviello
Dr. med. dent. Chantal Riva Jacoviello, Zürich:
• 1998 Zahnmedizin Staatsexamen, Universität Zürich • 1998 - 2001 Zahnärztin an Schulzahnkliniken und in Privatpraxis (Zürich) • 2001 - 2004 Spezialistenausbildung für Oralchirurgie, Klinik für MKG-Chirurgie der Universität Zürich • 2004 - 2005 Oberärztin und Lehrbeauftragte, Klinik für MKG-Chirurgie der Universität Zürich • 2005 Fachzahnarzt für Oralchirurgie SSO • Seit 2005 Tätigkeit in zahnärztlicher Praxis • Nationale und internationale Referententätigkeit, u. a. Schwerpunkt Mundschleimhauterkrankungen
Univ.-Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Ralf Smeets
Univ.-Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Ralf Smeets, Hamburg:
• 1990 - 1995 Studium der Chemie • 1995 - 2003 Studium der Human- und Zahnmedizin, RWTH Aachen • 2004 - 2005 Forschungsstipendium der RWTH Aachen • 2008 Facharzt für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie • 2009 Fachzahnarzt für Oralchirurgie • 2011 Geschäftsführender Oberarzt und Leiter der Forschung in der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf • 2012 Gastdozent an der Universität Bremerhaven • Seit 2011 W2-Universitätsprofessur für MKG-Chirurgie und Oralchirurgie in der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg

Zielgruppe: DH

Kursgebühr: 275,– €

Kursnummer: 3116.0

Freitag 06.10.2017, 16:00 - 19:00 Uhr und Samstag 07.10.2017, 09:00 - 14:00 Uhr

Fr 06.10.2017 (Referentin: Dr. C. Riva Jacoviello)

Mundschleimhauterkrankungen

Orale Plattenepithelcarzinome haben mit einer 5-Jahre-Überlebensrate von 50% eine der schlechtesten Prognosen. Dies unterstreicht die Verantwortung, die das zahnärztliche Praxisteam in der Früherkennung verdächtiger Läsionen trägt, um die Überlebensrate dieser betroff enen Patienten zu steigern.

Im Kurs fragen wir uns, was die/der DH in Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt bei ihrer täglichen Arbeit zur Erkennung und zur Kommunikation von Schleimhautveränderungen aller Art beitragen kann. Das Schwergewicht liegt dabei auf der klinischen Erscheinung der häufi gsten stomatologischen Erkrankungen.

  • Anatomie der Mundschleimhaut
  • nicht schmerzbetonte Schleimhauterkrankungen, schmerzbetonte Schleimhauterkrankungen
  • Leukoplakien
  • Herpesläsionen und Behandlung
  • HIV/AIDS und Hepatitis, Allergische Reaktionen
  • Orale Manifestationen systemischer Erkrankungen (Lichen rüber, Pemphigus, benignes Schleimhautpemphigoid)
  • Entzündungen (bakteriell, mykogen, viral), Aphtosen
  • Rechtzeitige Diagnose maligner Veränderungen
  • Biopsie: Wann und wie und wann nicht?
  • Diskussion
Get-together am Freitag-Abend (in der Kursgebühr enthalten)

Sa 07.10.2017 (Referent: Univ.-Prof. Dr. Dr. R. Smeets)

Der Risikopatient in der Prophylaxe / Implantologie / Parodontologie

Heutzutage finden sich aufgrund der Alterspyramide immer mehr Risikopatienten mit Erkrankungen wie z. B. Diabetes mellitus, Niereninsuffizienz, Hypertonie oder Asthma bronchiale in unseren zahnärztlichen Praxis ein. Und auch Raucher, Schwangere, Patienten in der Chemo- oder Strahlentherapie bedürfen unserer besonderen Aufmerksamkeit. Was muss bei der Medikation besonders beachtet werden? Welchen Patienten darf ich therapieren – welchen nicht? Was ist wirklich ein Risikofaktor in der Prophylaxe, Implantologie und Parodontologie?

  • Behandlung von Schwangeren (u. a. welche Medikamente darf ich geben?)
  • Wann darf die Schwangere noch stillen? PA-Behandlungen/Prophylaxe während der Schwangerschaft – wann?
  • Patienten unter antisesorptiver Therapie (Bisphosphonate, Denosumab) oder bestrahlte Patienten – was darf ich wann noch „machen“: Zahnextraktionen? Endodontologie? PA-Behandlungen? Implantieren?
  • Raucher – Was mü ssen wir beachten?
  • Antibiotikagabe bei der PA-Therapie? Bei der WSR? Bei der Weißheitszahnentfernung?
  • Macht der Einsatz von Probiotika Sinn? Wann?
  • Antikoagulierte Patienten (u. a. bei welchem Quickwert/INR darf ich noch implantieren oder extrahieren?)
  • Lokalanästhetika – Grenzdosen – Allergien (u. a. anaphylaktischer Schock) – was ist zu beachten?

Gerade in diesen Fällen ist der/die DH gefragt, um zusammen mit dem Zahnarzt und ihrem Prophylaxeteam eine optimale Betreuung dieser Patienten zu gewährleisten. Lassen Sie uns diskutieren und über diese hochinteressanten Fälle austauschen.