Ästhetik mit direkten Komposit-Füllungen: Intensiver Hands-on Kurs

Das Geheimnis einer gelungenen Frontzahnrestauration mit Komposit liegt weder in der korrekten Farbauswahl noch in der Verwendung einer bestimmten Schichttechnik. Vielmehr müssen wir lernen, einfach erst einmal richtig hinzusehen. Nur wenn wir die Charakteristika des Zahnes analysieren, bevor dieser dehydriert ist (also noch seine natürliche Farbe und Transluzenz zeigt), können wir unsere rekonstruktive Arbeit entsprechend planen.

Die „unsichtbare Füllung“ gibt es jedoch eigentlich gar nicht, da wahrscheinlich niemals ein synthetisches Material in der Lage sein wird, alle optischen Eigenschaften zweier natürlicher Gewebe wie Dentin und Schmelz perfekt nachzuahmen: Je nach Licht (Intensität, Farbe, Einfallswinkel) wird immer ein kleiner Unterschied zwischen natürlichem Zahn und Kompositfüllung sichtbar sein.

Deshalb sind Tricks notwendig, um die Übergänge am Restaurationsrand zu tarnen. Bevor man mit der eigentlichen Restauration beginnt, gilt es deshalb, die vielfältigen Eigenarten eines natürlichen Zahnes zu erkennen und anschließend in die Arbeit zu übertragen: Die Grundvoraussetzung für Ästhetische Zahnheilkunde, nicht nur mit Kompositen sondern auch für alle anderen Techniken, ist es, „Sehen“ zu lernen!

Hierzu werden die Kriterien der Alterung natürlicher Zähne erarbeitet und daraus eine Checkliste abgeleitet, die der Praktiker Punkt für Punkt abhaken kann, um so zu voraussagbaren Ergebnissen zu kommen. Komposit eignet sich auch hervorragend, um ästhetische Korrekturen der Form und Stellung vorzunehmen. Der Vortrag zeigt einige dieser Techniken auf: Diastemaschluss, die Korrektur schwarzer Dreiecke, kleine Stellungsänderungen, usw.

Aber auch die Seitenzahnfüllung unter funktionell-ästhetischen Gesichtspunkten wird im Rahmen des Kurses behandelt.

  • High-end-Ästhetik mit Kompositen: Farbliche Individualisierung und Schichtung
  • Oberflächenstruktur: Das Geheimnis der „unsichtbaren“ Frontzahnfüllung
  • Indikationen und Grenzen von Kompositfüllungen
  • Die minimalinvasive Präparation: echte Zahnerhaltung durch die Bewahrung gesunder Hartsubstanz
  • Wie bekomme ich einen strammen Kontaktpunkt?
  • Wie vermeide ich zeitraubendes Einschleifen?

Bitte bringen Sie zum Kurs Folgendes mit:
• 2 frisch extrahierte Molaren/Prämolaren (gereinigt, eingegipst und feucht gelagert)

Kursdetails

Praktischer Kurs
Termine: Fr 15.10.2021, 14:00 - 19:00 Uhr und Sa 16.10.2021, 09:00 - 17:00 Uhr
Zielgruppe: Kurs für Zahnärzte
Kursgebühr: 599,– €
Kursnummer: 4016.17 (Hands-on-Kurs)
Punkte: 6+8+2
Referenten:

ZA W.-M. Boer
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